Aus meiner Erfahrung entsteht echte Veränderung dort, wo beide Partnerinnen und Partner sich mit ihren Gedanken, Gefühlen und Bedürfnissen zeigen dürfen – ohne den Druck, zu einem bestimmten Ergebnis gelangen zu müssen. Deshalb ist meine therapeutische Haltung bewusst ergebnisoffen: Weder der Erhalt der Beziehung noch eine Trennung sind das Ziel der Therapie.
Wenn bestimmte Möglichkeiten innerlich ausgeschlossen werden müssen – etwa der Gedanke an eine Trennung –, entsteht häufig ein Druck, der die eigene Selbstwahrnehmung erschwert und den Blick auf die Beziehung verengt. Erst wenn alle Optionen ausgesprochen und gemeinsam betrachtet werden dürfen, wird oft wieder ein ehrlicher Dialog möglich. Viele Paare erleben gerade diese Offenheit als entlastend.
Eine Paartherapie ist aus meiner Sicht deshalb nicht nur dann gelungen, wenn ein Paar zusammenbleibt – sondern wenn beide Menschen mehr Klarheit gewinnen, sich selbst und den anderen besser verstehen und einen Weg finden, der von gegenseitigem Respekt getragen ist. Manchmal führt dieser Weg zurück in eine tragfähige Beziehung, manchmal ermöglicht er eine bewusste und wertschätzende Trennung.
Ich begegne beiden Partnerinnen und Partnern mit Offenheit, Wertschätzung und Allparteilichkeit. Mein Anliegen ist es nicht, Entscheidungen vorzugeben oder Schuld zuzuweisen, sondern Sie darin zu unterstützen, Ihren eigenen Weg bewusst und verantwortungsvoll zu gestalten.